Umfragen zeigen seit zehn Jahren das gleiche Bild: Fast die Hälfte der Deutschen sichert ihre privaten Daten gar nicht oder nur selten. Diese Lässigkeit wird in Sekundenschnelle zur Nachlässigkeit, wenn etwa die Festplatte den Geist aufgibt oder das Handy beim Bootsausflug im See versinkt. Viele können von privaten Dramen berichten, wenn Hochzeitsfotos oder andere wichtige digitale Daten für immer verschwunden sind.

World Backup Day

Um das ungeliebte, aber so wichtige Backup populärer zu machen, hat der Festplattenhersteller Maxtor vor einigen Jahren den World Backup Day ins Leben gerufen. Dieser findet seither jedes Jahr am 31. März statt. Das Datum genau einen Tag vor dem 1. April ist bewusst gewählt. Denn einer der Hauptgründe für Datenverluste sind Cybervorfälle – und der 1. April wird von vielen Kriminellen gerne als Startpunkt für eine Angriffskampagne genutzt. Aber nicht nur Kriminelle, auch Unfälle oder versehentlich gelöschte Daten können ohne Backup schnell zu einem Problem werden.

Gründe für Datenverlust

Denn es gibt viele Ursachen für Datenverlust. Einige der häufigsten sind: technische Defekte, menschliche Fehler, aber natürlich auch Malware und Virenbefall, Hackerangriffe und Datendiebstahl. Doch egal ob Böswilligkeit, Ungeschick oder Pech – die wichtigste Voraussetzung für die Wiederherstellung der Betriebsfähigkeit nach einem Datenverlust ist eine klare Backup-Strategie. Diese umfasst die Verfügbarkeit funktionierender und aktueller Backups.

3-2-1-Regel

Eine klare Strategie hilft nicht nur Unternehmen – wer einige Regeln beachtet, macht auch bei seinen wichtigen privaten Daten nichts falsch. Eine häufig genannte Regel ist die "3-2-1-Regel" für Backups. Was nach Kindersendung oder Werbejingle klingt, ist tatsächlich eine ziemlich sichere Vorgehensweise. Die jeweiligen Zahlen stehen für ein Sicherheitsmerkmal:

3. Daten sollten stets in mindestens dreifacher Ausführung gesichert werden – also mindestens eine Originaldatei sowie zwei Kopien.

2. Es sollten mindestens zwei unterschiedliche Medientypen genutzt werden. Daher mindestens eine Kopie auf einem anderen Medientyp speichern, zum Beispiel Festplatte und Magnetbänder oder – je nach Datenart – auch die Cloud.

1. Mindestens eine Kopie sollte zudem außer Haus aufbewahrt werden. Denn der Satz „Meine Daten sind sicher, die lagern bei uns im Keller“ gilt nur bis zum ersten Hausbrand.

Die 3-2-1-Regel bietet nur eine Grundsicherheit. Professionelle Backup-Strategien wie die der Finanz Informatik gehen weit über solche einfachen Regeln hinaus und orientieren sich an den jeweiligen Bedürfnissen der Branchen und Unternehmen. So sind in datenintensiven Bereichen nicht nur tägliche Backups unerlässlich, sondern auch deren Funktionsfähigkeit muss regelmäßig überprüft werden.

Backup als Garant für das eigene Business

Zudem muss mindestens eine Kopie der Daten unveränderbar sein. Denn mittlerweile ist es bei Infektionen mit Schadprogrammen üblich, dass Angreifer gezielt nach allen Backups suchen und diese ebenso verschlüsseln. Ein separat aufbewahrtes und damit unveränderbares Backup ist hier die letzte Verteidigungslinie gegen diese Angriffe. Ein gut gepflegtes Backup ist somit der Garant dafür, dass die Daten auch im Fall der Fälle immer wiederhergestellt werden können.